Sicherheitstüren – Was bedeuten die verschiedenen Widerstandsklassen?

Das Sicherheitsbedürfnis ist vor allem in den Großstädten eindeutig gewachsen. Bei anspruchsvollen Objekten machen auch die Versicherungen vermehrt Vorgaben zu Zertifikaten und Widerstandsklassen.
Sicherheitstüren haben Konjunktur, denn immer mehr Menschen wünschen sich mehr Sicherheit für ihr Eigenheim. Geregelt wird der Anspruch durch die sogenannten Widerstandsklassen. Diese Klassen verdeutlichen, welche Maßnahmen ein Einbrecher ergreifen muss, um die Sicherheitstüren öffnen zu können, bzw. um in das Haus zu gelangen.

Je höher die Widerstandsklasse gewählt wird, desto höher ist allerdings auch der Preis für Sicherheitstüren. Die Qualität einer Sicherheitstür und auch der Preis hängt von den Beschlägen, der Glasart und der Art des Einbaus im Mauerwerk ab. Unterscheidungsmerkmale sind zum Beispiel die Zahl der Verriegelungspunkte in den Beschlägen, Verbundgläser, die eine hauchdünne Plastikfolie zwischen der Doppelscheibe haben und Holzklötze im Mauerwerk, die ein Verdrücken des Türrrahmens verhindern. Außerdem gibt es heute auch Sicherheitsglas mit Alarmkontakten direkt in der Scheibe. Mit sogenanntem Glasspin. Die Kosten für diese speziell angefertigten Türen hängen auch von der Glasfläche ab. Beim Glas gilt als Faustformel, dass Bauherren je nach Klassifizierung mit einem Aufpreis von 40 bis 100 Euro pro Quadratmeter Glas rechnen müssen.

Einteilung der Widerstandsklassen
Um auf europäischer Ebene einen Vergleich und eine Einteilung nach EN1627-1630 dieser Elemente durchzuführen, werden diese Widerstandsklassen nach den angewandten Werkzeugen und Arbeitsweisen der Einbrecher eingeteilt. Die Widerstandsklassen für Fenster und Türen sind gleich und im folgenden hier aufgelistet:

WK 1: Der Gelegenheitstäter versucht, das Fenster oder die Tür durch den Einsatz körperlicher Gewalt aufzubrechen, z. B. durch Gegentreten, Schulterwurf, Hochschieben, Herausreißen.

WK2: Der Gelegenheitstäter versucht, zusätzlich mit einfachen Werkzeugen (wie Schraubendreher, Zange) das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen.

WK3: Der Täter versucht zusätzlich mit einem zweiten Schraubendreher und einem Kuhfuß, das verschlossene und verriegelte Bauteil aufzubrechen.

WK4: Der erfahrene Täter verwendet zusätzlich Sägewerkzeuge und Schlagwerkzeuge, wie Schlagaxt, Stemmeisen, Hammer sowie eine Akku-Bohrmaschine.

WK5: Der erfahrende Täter setzt zusätzlich Elektrowerkzeuge, wie z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkelschleifer mit einem max. Scheibendurchmesser von 125 mm ein.

WK6: Der erfahrene Täter setzt zusätzlich leistungsfähige Elektrowerkzeuge, wie z.B. Bohrmaschine, Stich- oder Säbelsäge und Winkschleifer mit einem max. Scheibendurchmesser von 250 mm ein.

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Filed in: IT / Technik

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