Die Versicherung gegen den Forderungsausfall: Factoring

Der Verkauf offener Forderungen erweist sich mittlerweile immer häufiger als ertragreiche Einnahmequelle für Factoring-Anbieter (Factor). Diese übernehmen die Außenstände/Forderungen von Schuldnern und leisten auch das Debitorenmanagement gegen eine entsprechende Gebühr. Der Factor trägt zudem das Ausfallrisiko, weshalb Factoring häufig auch als Forderungsausfallversicherung bezeichnet wird. Hierbei übernimmt der Vertragspartner das Risiko, dass der Schuldner sich als zahlungsunfähig erweisen könnte und die Forderungen vollständig als Verlust abgeschrieben werden müssen.

Damit hat sich auch in Deutschland eine Versicherung auf dem Finanzsektor etabliert, die sich durchaus für Versicherer und Versicherungsnehmer lohnen kann. Ein Vorteil ist hier sicherlich, dass sich jeder auf seine Kernkompetenzen besinnen kann. Das kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) kann bei einem finanziellen Engpass durch Außenstände, der bei relativ wenig vorhandenem Eigenkapital auftreten kann, schneller als üblich wieder dem Tagesgeschäft nachgehen. Lieferanten können bezahlt werden, neue Aufträge mit den nötigen Ressourcen bearbeitet werden.

Das „Wundermittel“ zur schnellen Liquidität – Ist Factoring für jedermann geeignet?

Mit Angeboten wie der Auszahlung von bis zu 85 % des ausstehenden Betrages (der Gesamtforderungssumme) – und das bereits innerhalb von 24 Stunden nach Vertragsabschluss – werben Anbieter wie der international tätige Factor Bibby. Ob sich das für den Unternehmer lohnt, ist von Fall zu Fall verschieden. Generalisierungen sollten hier vermieden werden, der Blick auf die Details ist hier unbedingt anzuraten. Für diejenigen, die interessiert sind, im Folgenden der übliche Prozess im Detail.

 

So funktioniert der Vorgang bei den meisten Anbietern nach Vertragsunterzeichnung:

  • Der Factoring-Nehmer schickt eine Rechnungskopie an den Factoring-Anbieter, aus dem die Außenstände eindeutig hervorgehen.
  • Die Gutschrift über den prozentualen Anteil des Rechnungsbetrages erfolgt. Hier gelangt das Unternehmen, das den Auftrag erteilt hat, unmittelbar zur angesprochenen Liquidität.
  • Nun ist es die alleinige Aufgabe des Factoring-Anbieters, diese Summe bei dem Schuldner anzumahnen.
  • Nachdem die Außenstände ohne Umweg an den Factorer beglichen wurden, werden die restlichen Prozent der Forderungssumme an den Factoring-Nehmer ausgezahlt. Von dieser Restsumme werden noch die Gebühren vom Factor abgezogen.

Es sollte noch erwähnt werden, dass viele Factoring-Anbieter erst ab einer relativ großen Summe tätig werden. Eventuell sollte auch eher ein Inkassounternehmen zurate gezogen werden.

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Filed in: Finanzen

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