Einleitung: Die Renaissance der Messebranche – und warum sich die Spielregeln ändern
Die deutsche Messewirtschaft startet 2026 mit Rückenwind: Laut Branchenverband AUMA sind für dieses Jahr rund 320 Messen an den deutschen Messeplätzen geplant. Gleichzeitig zeigen AUMA-Hochrechnungen für 2025 wieder steigende Kennzahlen – unter anderem mehr als 12,8 Millionen Messebesuche.
Quelle: https://www.auma.de/aktuelles/meldungen/detail/schluesselindustrie-messewirtschaft-branche-sichert-280000-jobs-und-erwirtschaftet-30-milliarden-euro/
Für Marketing- und Vertriebsverantwortliche ergibt sich daraus ein klarer Druckpunkt: Messeauftritte müssen 2026 schneller skalierbar, budgetierbar und wiederholbar funktionieren – auch wenn Standflächen, Standformen und Botschaften von Event zu Event variieren. Genau hier stoßen modulare Messesysteme in eine Lücke: Was früher als pragmatische Lösung galt, wird zunehmend zum strategischen Standard – vor allem im B2B-Mittelstand.
Realitätscheck: Modularität vs. Individualbau ist keine Glaubensfrage
Wer behauptet, modulare Systeme würden den klassischen Messebau komplett verdrängen, macht es sich zu einfach. Tatsächlich zeichnet sich eher eine Markttrennung ab:
1) Der Gewinner im Mittelstand:
Unternehmen mit hoher Messefrequenz – etwa 5 bis 15 Auftritte pro Jahr – profitieren besonders. Der Grund ist banal, aber entscheidend: Standgrößen und Standformen wechseln, Deadlines sind knapp, und intern fehlt oft die Kapazität, jedes Mal bei null zu starten. Modularität liefert hier Planbarkeit.
2) Die Nische für High-End-Individualbau:
Architektonische Unikate, Sonderkonstruktionen, aufwendige Sondermaterialien – das bleibt. Bei globalen Key-Playern steht Einzigartigkeit häufig über Skalierbarkeit. Aber: Diese Projekte sind budgetintensiv und organisatorisch anspruchsvoll.
Das Ergebnis ist kein „Entweder-oder“, sondern eine Frage der Passung: Frequenz, Anspruch, Logistik und Wiederverwendung entscheiden.
Kostentransparenz: Was Sie wirklich vergleichen sollten
In der Praxis werden Kosten oft vermischt: Standfläche (Messegesellschaft) und Standbau/System (Dienstleister/Asset) sind zwei getrennte Blöcke.
Standflächenpreise schwanken stark – je nach Veranstaltung, Standtyp und Lage. Ein belastbarer Weg ist, konkrete Messe-Beispiele heranzuziehen: Bei der digitalBAU liegen Preise für reine Flächenbuchung (je nach Standform) beispielsweise bei 277–325 €/m². (digitalBAU)
Für einen fairen Vergleich lohnt deshalb ein Dreischritt:
- Fixe Flächenkosten (Standmiete + Pflichtpauschalen) separat betrachten
- Standbau/Systemkosten als eigener Block
- Gesamtkosten über mehrere Einsätze („Total Cost of Ownership“) rechnen – hier entscheidet Modularität häufig
AUMA empfiehlt für die Budgetierung ohnehin, Kosten nicht nur auf Standmiete und Bau zu reduzieren, sondern alle Messe-Kostenpositionen systematisch zu erfassen (Personal, Kommunikation, Service, Logistik etc.). (auma.de)
Mini-Fallrechnung (Orientierung in 6 Zeilen – ohne Schönrechnen)
(Vereinfachtes Rechenbeispiel mit branchenüblichen Orientierungswerten; konkrete Angebote/Preise variieren je Messe, Design und Technik.)
- 12 m² Standfläche, 3 Messen/Jahr, Fläche ≈ 300 €/m² → 12×300×3 = 10.800 € (bei beiden Varianten gleich)
- Modular: System/Module (≈ 250 €/m² einmalig) → 12×250 = 3.000 €
- Grafiken: (≈ 60 €/m² je Messe) → 12×60×3 = 2.160 €
- Logistik/Lager pauschal: 250 € je Messe → 250×3 = 750 €
- Modular Standbau/Assets gesamt: 3.000 + 2.160 + 750 = 5.910 €
- Individualbau (Bau/Miete ≈ 450 €/m² je Messe): 12×450×3 = 16.200 € → Differenz ≈ 10.290 € (bei 3 Messen)
Kernaussage: Der Vorteil entsteht nicht über „ein Event“, sondern über Wiederholung. Häufig kippt die Rechnung bereits ab 2–3 Einsätzen, abhängig von System, Grafikwechsel und Logistik.
Kosten & Effizienz: Wo modulare Systeme typischerweise punkten
Ein modularer Ansatz gewinnt selten „auf den ersten Blick“ über ein einzelnes Event – sondern über Wiederverwendung, Zeit und Logistik. Typische Unterschiede lassen sich so einordnen:
| Kriterium | Modulares System | Konventioneller Individualbau |
| Aufbauzeit | häufig schneller, standardisierte Abläufe | höherer Koordinations- und Montageaufwand |
| Wiederverwendung | Rahmen/Module mehrfach nutzbar, Grafiken austauschbar | oft projektbezogen, geringere Wiederverwendung |
| Logistik | kompakter transportierbar (Cases, Rollkoffer) | voluminöser, häufig mehr Spedition/LKW |
| Planbarkeit | hohe Budget- & Terminplanbarkeit | stärkere Schwankungen je nach Sonderbau |
Wenn Sie Zahlen für eine erste Orientierung brauchen, sind Preisrahmen für Standbau/Systeme in der Praxis üblich – allerdings immer abhängig von Design, Technik und Material. Beispielhaft werden für Miet-/Systemlösungen häufig ab ca. 250–400 €/m² genannt, für stärker individualisierte Lösungen ab ca. 350–800 €/m² (je nach Ausführung). (Displayhersteller)
Wichtig: Diese Werte ersetzen keine Angebote – sie helfen, Größenordnungen einzuordnen und Budgets plausibel zu strukturieren. Mehr zu modularen Messeständen finden sie hier.
Nachhaltigkeit: Weg vom Greenwashing – hin zu messbaren Effekten
Nachhaltigkeit ist 2026 nicht nur Image, sondern zunehmend ein Management-Thema. Gleichzeitig wurden regulatorische Fristen teilweise verschoben: Die sogenannte „Stop-the-clock“-Richtlinie verschiebt die erstmalige CSRD-Berichtspflicht für bestimmte Unternehmensgruppen um zwei Jahre. (Wirtschaftsprüferkammer)
Der Erwartungsdruck aus Lieferketten, Ausschreibungen und Kundenanforderungen bleibt jedoch – und lenkt den Blick auf wiederverwendbare Assets.
Warum Modularität hier relevant ist:
- Material- & Abfallhebel sitzen rund um Auf- und Abbau.
Eine Analyse zur Messewirtschaft verweist darauf, dass 75–80 % des Abfallvolumens in der Auf- bzw. Abbauphase entstehen – genau dort, wo wiederverwendbare Systeme und gute Planung am stärksten wirken. (ResearchGate) - Planung statt Entsorgung.
Auch Messeveranstalter betonen: Abfallvermeidung beginnt früh – durch Gestaltung, Materialwahl und saubere Prozesse vor, während und nach der Messe. (Messe München GmbH)
Kurz: Wiederverwendbare Rahmen, austauschbare Grafiken, kompakte Logistik – das sind nicht nur Komfortargumente, sondern potenziell messbare Effekte in Ressourcen- und Transportbilanz.
Praxis-Leitfaden: In 5 Schritten zum modularen Erfolg
1) Bedarfsanalyse (24 Monate):
Wie viele Messen, welche Standgrößen, welche Standformen (Reihe/Ecke/Kopf/Insel)? Je klarer das Raster, desto effizienter die Modulauswahl.
2) Systementscheid (Kompatibilität zählt):
Achten Sie auf ein Rahmensystem, das Erweiterungen zulässt (Breiten/Höhen/Module) und Standardteile langfristig verfügbar sind.
3) Grafik-Konzept (Wechsel als Standard):
Planen Sie Grafiken als austauschbare Oberfläche (z. B. Textil), damit Kampagnenwechsel nicht jedes Mal einen „Neubau“ auslösen.
4) Technik-Integration (nicht nachträglich flicken):
Screens, LED-Elemente, Demo-Zonen, Stauraum: Je früher diese Anforderungen im Modulsystem vorgesehen sind, desto weniger Sonderlösungen entstehen.
5) Logistik & Pflege (Wiederverwendung sichern):
Transportcases, Lagerkonzept und einfache Ersatzteilstrategie sind Teil des Systems – nicht „nice to have“.
Wer die Budgetplanung strukturiert durchrechnen möchte, kann mit einer kompakten Checkliste arbeiten (Fläche, Pflichtpauschalen, Standbau, Logistik, Personal, Service). (Displayhersteller)
Fazit: Strategische Flexibilität wird zum Wettbewerbsvorteil
2026 gewinnt nicht automatisch der größte Stand – sondern häufig der besser geplante. Modulare Messesysteme geben besonders dem Mittelstand die Chance, professionell aufzutreten, ohne bei jedem Event das Budget und die Organisation neu zu „verbrennen“. Wer Modularität konsequent als Asset denkt, gewinnt:
- bessere Planbarkeit über mehrere Messen,
- schnellere Anpassung an Flächen und Botschaften,
- und oft eine stärkere Nachhaltigkeitslogik durch Wiederverwendung und saubere Prozesse. (ResearchGate)
Der klassische Individualbau bleibt – aber Modularität erobert den Markt dort, wo Messen nicht nur „Auftritt“, sondern wiederkehrender Vertriebskanal sind.
Ultra-Kurz-Checkliste (30 Sekunden Quick-Check vor der Entscheidung)
- Wie viele Messen in 24 Monaten? (1–2 / 3–5 / 6+)
- Welche Standformen brauchen Sie? (Reihe/Ecke/Kopf/Insel)
- Wie oft wechseln Botschaften/Kampagnen? (Grafikwechsel einplanen)
- Welche Technik ist Pflicht? (Screen/LED/Demo/Stauraum/Stromplanung)
- Wer baut auf – internes Team oder Dienstleister? (Zeit & Skills realistisch kalkulieren)
- Was ist Ihr Messe-Ziel? (Leads, Termine, Produktdemo, Recruiting) + 1 KPI festlegen
Presse Kontakt:
Maxxi Print Großbildlösungen GmbH / displayhersteller
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Über displayhersteller
displayhersteller ist eine Marke der Maxxi Print Großbildlösungen GmbH und Ihr Partner rund um mobile Messestand-Lösungen. Als Spezialist für modulare Displaysysteme für Messen, Events und den Point of Sale umfasst das Portfolio unter anderem beleuchtete LED-Messestände, LED-Messewände sowie mobile und modulare Präsentationslösungen. Mit eigenem Druckhaus seit 1998, eigener Produktion und fundierter Expertise unterstützt displayhersteller Unternehmen bei der professionellen Umsetzung ihrer Messe- und Markenauftritte.
Bildquelle Titelbild: displayhersteller.de




