Beim Kauf von Papierwolle auf das Umweltzeichen „Blauer Engel“ achten

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Papierwolle ist ein beliebtes Füll- und Polstermaterial für Geschenkboxen, Versandkartons, Präsentkörbe und empfindliche Waren. Die schmal geschnittenen Papierstreifen füllen freie Flächen aus, halten Produkte an ihrem Platz und sorgen zugleich für eine ansprechende Präsentation. Besonders häufig kommt das Material bei Kosmetik, Feinkost, Weinflaschen, Dekorationsartikeln, Schmuck und handgefertigten Erzeugnissen zum Einsatz.

Auf den ersten Blick erscheint Papierwolle grundsätzlich umweltfreundlich. Schließlich besteht sie aus Papier und kann Kunststoffchips, Luftpolsterfolie oder Füllmaterial aus aufgeschäumtem Kunststoff ersetzen. Diese Einschätzung greift jedoch zu kurz. Papier ist nicht automatisch nachhaltig, nur weil es aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird oder nach Gebrauch in der Papiertonne landen kann.

Entscheidend ist unter anderem, woher die verwendeten Fasern stammen, welche Stoffe während der Herstellung eingesetzt wurden und ob sich das fertige Material tatsächlich gut recyceln lässt. Papierwolle aus Frischfasern beansprucht andere Ressourcen als ein Erzeugnis aus wiedergewonnenem Altpapier. Auch Farben, Beschichtungen, Klebstoffe und zusätzliche Dekorationen können die Umweltverträglichkeit beeinflussen.

Eine verlässliche Orientierung bietet das Umweltzeichen Blauer Engel. Bei entsprechend zertifizierten Papiererzeugnissen gelten überprüfbare Anforderungen an den Anteil wiederverwendeter Fasern und an die Produktion. Eine allgemeine Werbeaussage wie „umweltfreundlich“, „grün“ oder „natürlich“ besitzt dagegen keine einheitlich festgelegte Aussagekraft.

Das Umweltbundesamt weist darauf hin, dass Fertigerzeugnisse aus Recyclingpapier mit dem Blauen Engel aus Altpapierfasern hergestellt werden. Bestimmte problematische Hilfs- und Veredelungsstoffe sind bei der Produktion ausgeschlossen. Damit geht das Zeichen über die bloße Aussage hinaus, dass ein Produkt theoretisch recycelt werden kann.

Wer Papierwolle als Deko Füllmaterial für Geschenke, den Versand oder die gewerbliche Produktpräsentation auswählt, sollte deshalb nicht allein auf Farbe, Volumen und Preis achten. Die Herkunft des Papiers und ein nachvollziehbares Umweltzeichen entscheiden darüber, wie überzeugend das Material aus ökologischer Sicht tatsächlich ist.

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Was Papierwolle eigentlich ist

Papierwolle besteht aus feinen oder etwas breiteren Papierstreifen, die meist gekräuselt, gefaltet oder locker ineinandergelegt werden. Durch die entstehenden Zwischenräume besitzt eine vergleichsweise kleine Materialmenge ein großes Füllvolumen. Die Streifen können Hohlräume im Karton schließen und empfindliche Gegenstände vor unmittelbarem Kontakt mit der Außenverpackung schützen.

Je nach Ausführung dient Papierwolle vor allem der Dekoration oder übernimmt zusätzlich eine polsternde Aufgabe. Sehr feine, weiche Streifen eignen sich gut für Präsentboxen. Kräftigere Ausführungen können Produkte in einem Versandkarton stabilisieren. Bei schweren oder besonders zerbrechlichen Waren reicht Papierwolle allein jedoch nicht immer aus. Dann muss das Verpackungskonzept zusätzliche Schutzschichten oder passgenaue Kartoneinsätze vorsehen.

Papierwolle ist nicht mit Holzwolle gleichzusetzen

Die ähnlich klingenden Bezeichnungen führen gelegentlich zu Verwechslungen. Holzwolle besteht aus langen, dünnen Holzfasern beziehungsweise Holzspänen. Papierwolle wird dagegen aus verarbeitetem Papier oder Karton geschnitten.

Auch geschredderte Dokumente sind kein gleichwertiger Ersatz. Solche Streifen können Druckfarben, Beschichtungen, Heftklammern, Klebereste oder sensible Informationen enthalten. Professionell hergestellte Papierwolle besitzt eine gleichmäßigere Struktur und lässt sich gezielter auf Füllvolumen, Farbe und Polsterwirkung abstimmen.

Dekoration und Transportschutz erfüllen unterschiedliche Aufgaben

In einer Geschenkbox soll Papierwolle in erster Linie hochwertig aussehen und die enthaltenen Produkte ordentlich präsentieren. Beim Paketversand stehen dagegen Stoßschutz, Fixierung und Hohlraumfüllung im Vordergrund.

Ein zertifiziertes Material kann eine sinnvolle Grundlage bilden, ersetzt aber keinen geeigneten Verpackungstest. Empfindliche Gläser, Flaschen oder technische Geräte müssen so verpackt sein, dass sie auch bei Stößen und Bewegungen ausreichend geschützt bleiben. Eine beschädigte Ware verursacht schließlich zusätzlichen Materialeinsatz, erneute Transporte und vermeidbaren Abfall.

Weshalb das Umweltzeichen beim Papierkauf wichtig ist

Begriffe wie Recycling, Naturpapier oder Ökopapier werden im Handel unterschiedlich verwendet. Teilweise bleibt unklar, wie hoch der tatsächliche Altpapieranteil ist. Auch die Aussage „recycelbar“ sagt lediglich, dass ein Material unter geeigneten Bedingungen wiederverwertet werden kann. Sie bestätigt nicht, dass bereits recycelte Fasern enthalten sind.

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Das Umweltzeichen Blauer Engel verbindet dagegen festgelegte Anforderungen mit einer unabhängigen Vergabe. Für Fertigerzeugnisse aus Recyclingpapier und -karton wird unter anderem vorausgesetzt, dass die Papierfasern aus Altpapier stammen. Chlor, optische Aufheller und halogenierte Bleichmittel dürfen bei den betreffenden Papierprodukten nicht eingesetzt werden. Andere Materialien wie Kunststoff oder Metall dürfen bei Fertigerzeugnissen nur einen begrenzten Anteil ausmachen.

Weiterführende Informationen bietet die offizielle Produktwelt des Blauen Engels für Fertigerzeugnisse aus Recyclingpapier und -karton. Dort lassen sich zertifizierte Produkte und Anbieter recherchieren.

Das Zeichen bezieht sich auf ein konkretes Produkt

Nicht jedes Produkt eines Herstellers ist automatisch zertifiziert, nur weil ein anderes Erzeugnis desselben Unternehmens den Blauen Engel trägt. Die Auszeichnung gilt für die jeweils geprüften Produkte oder Produktreihen.

Beim Einkauf sollte das Zeichen daher unmittelbar auf der Verpackung, im Produktdatenblatt oder in der offiziellen Produktdatenbank zu finden sein. Allgemeine Formulierungen wie „nach den Grundsätzen des Blauen Engels hergestellt“ oder „entspricht dem Umweltgedanken bekannter Siegel“ sind nicht mit einer echten Zertifizierung gleichzusetzen.

In der offiziellen Datenbank ist beispielsweise auch zertifizierte Papierwolle als Füllmaterial aus Recyclingpapier gelistet. Daraus folgt jedoch nicht, dass jede auf dem Markt angebotene Papierwolle dieselben Anforderungen erfüllt.

Die offizielle Bezeichnung lautet Blauer Engel

Die Schreibweise Blaue Engel erscheint häufig in Suchanfragen und Produktbeschreibungen, die korrekte Bezeichnung des deutschen Umweltzeichens lautet jedoch Blauer Engel. Bei zertifizierten Papierprodukten findet sich das Logo üblicherweise zusammen mit einem Hinweis auf den jeweiligen Vorteil für Umwelt und Gesundheit.

Diese sprachliche Unterscheidung erscheint zunächst nebensächlich, kann bei der Produktsuche aber hilfreich sein. Wer nach der offiziellen Bezeichnung sowie der Produktgruppe sucht, findet eher die zugehörigen Vergabekriterien und Einträge in der Produktdatenbank.

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Welche Anforderungen hinter dem Zeichen stehen

Der Blaue Engel bewertet nicht allein die Herkunft des Rohstoffs. Auch bestimmte Schritte der Produktion und die Gebrauchstauglichkeit fließen in die jeweiligen Vergabekriterien ein. Welche Vorgaben gelten, hängt von der Produktgruppe ab.

Bei Recyclingpapier und Recyclingkarton steht die Nutzung von Altpapier im Mittelpunkt. Dadurch bleiben gebrauchte Papierfasern länger im Stoffkreislauf. Das Umweltbundesamt berichtet, dass der gestiegene Altpapiereinsatz den Verbrauch von Holz, Wasser und Primärenergie pro produzierter Tonne Papier gesenkt hat. Gleichzeitig macht die Behörde darauf aufmerksam, dass ein hoher Papierkonsum solche Einsparungen teilweise wieder abschwächen kann.

Recyclingfasern schonen Primärrohstoffe

Altpapier ist ein wertvoller Sekundärrohstoff. Wird es zur Herstellung neuer Papiererzeugnisse genutzt, muss weniger neues Fasermaterial aus Holz gewonnen werden. Das Bundesumweltministerium bewertet Papier, Pappe und Karton aus Altpapier gegenüber vergleichbaren Frischfaserprodukten als umweltverträglicher.

Dieser Gedanke passt zu einem umfassenden Verständnis von nachhaltigem Konsum. Der interne Ratgeber zur Definition und praktischen Umsetzung von Nachhaltigkeit erläutert, weshalb die Wiederverwendung vorhandener Materialien und ein sparsamer Umgang mit Rohstoffen zusammengehören.

Schadstoffarme Herstellung verbessert den Papierkreislauf

Zusatzstoffe können die Herstellung, Färbung und Verarbeitung von Papier erleichtern. Einige Stoffe belasten jedoch Abwasser oder erschweren die spätere Wiederverwertung. Die Vergabekriterien des Blauen Engels begrenzen deshalb kritische Fabrikations- und Papierveredelungsstoffe.

Bei den betreffenden Recyclingpapieren sind beispielsweise optische Aufheller und halogenierte Bleichmittel ausgeschlossen. Das ist besonders bei farbiger Papierwolle relevant, da eine intensive Farbe allein keine Aussage über die Umweltverträglichkeit des verwendeten Farbstoffs zulässt.

Woran geeignete Papierwolle beim Kauf zu erkennen ist

Ein Umweltzeichen bildet eine wichtige Grundlage, doch auch die konkrete Nutzung muss berücksichtigt werden. Für eine kleine Geschenkbox gelten andere Anforderungen als für den Versand schwerer Flaschen oder zerbrechlicher Keramik.

Die folgende Tabelle fasst zentrale Merkmale zusammen:

KaufmerkmalWorauf zu achten istWarum die Angabe wichtig ist
UmweltzeichenEchtes Logo und eindeutig benanntes zertifiziertes Produktverhindert Verwechslungen mit unverbindlichen Werbeaussagen
Rohstoffhoher beziehungsweise zertifizierter Altpapieranteilreduziert den Bedarf an neuen Papierfasern
Zusammensetzungmöglichst reines Papier ohne Folien oder Kunststofffädenerleichtert Wiederverwendung und getrennte Entsorgung
Farbenachvollziehbare Angaben zur schadstoffarmen Färbungsenkt das Risiko problematischer Zusatzstoffe
Füllvolumenergiebiges Material mit geringem Gewichtverhindert einen unnötig hohen Materialverbrauch
Polsterwirkungpassend zu Gewicht und Empfindlichkeit der Warereduziert Schäden und erneute Lieferungen
Verpackungmöglichst sparsame, recyclinggerechte Umhüllungvermeidet zusätzlichen Abfall
Herkunfttransparente Hersteller- und Produktinformationenerleichtert die Überprüfung von Umweltangaben

Die Zertifizierung sollte nicht als alleiniger Kaufgrund betrachtet werden. Eine überdimensionierte Menge zertifizierter Papierwolle ist nicht automatisch günstiger für die Umwelt als eine kleine, bedarfsgerechte Menge.

Naturfarben sind nicht automatisch nachhaltiger

Braune, graue oder beige Papierwolle wirkt oft besonders ökologisch. Die Farbe kann tatsächlich auf einen geringeren Aufbereitungsgrad hindeuten, ist aber kein sicherer Nachweis. Auch Frischfaserpapier kann bewusst naturfarben gestaltet werden.

Umgekehrt muss farbige Papierwolle nicht grundsätzlich problematisch sein. Entscheidend sind die verwendeten Fasern und die Vorgaben für Farb- und Hilfsstoffe. Ein anerkanntes Umweltzeichen ist aussagekräftiger als die optische Gestaltung des Materials.

Produktinformationen müssen überprüfbar sein

Seriöse Anbieter nennen Materialzusammensetzung, Herkunft, Zertifizierung und Entsorgungsweg verständlich. Ist lediglich von „Ökoqualität“ oder „umweltschonender Papierwolle“ die Rede, ohne dass weitere Nachweise vorhanden sind, bleibt die Aussage unvollständig.

Auch selbst gestaltete grüne Symbole, Bäume oder Kreislaufpfeile können ein offizielles Siegel nicht ersetzen. Das echte Zeichen sollte klar erkennbar sein und sich dem konkreten Produkt zuordnen lassen.

Papierwolle richtig und sparsam einsetzen

Die umweltverträglichste Verpackung ist meist jene, die ihre Aufgabe mit möglichst wenig Material erfüllt. Papierwolle sollte deshalb locker verteilt und nicht unnötig verdichtet werden. Ein passender Karton reduziert den Hohlraum und damit die erforderliche Füllmenge.

Bei Geschenkverpackungen kann ein kleiner sichtbarer Papierkranz genügen, wenn die Ware bereits durch einen Kartoneinsatz fixiert ist. Im Versandhandel sollte die Menge dagegen durch praktische Tests bestimmt werden. Zu wenig Polsterung erhöht das Schadensrisiko, während zu viel Material den Karton vergrößert und das Transportvolumen steigert.

Mehrfachnutzung verlängert die Lebensdauer

Saubere und unbeschädigte Papierwolle kann häufig erneut verwendet werden. Im privaten Haushalt eignet sie sich für weitere Geschenke, die Aufbewahrung empfindlicher Dekoration oder den nächsten Paketversand.

Unternehmen können intakte Rückläufer sammeln, sofern Hygiene, Produktschutz und betriebliche Abläufe dies zulassen. Wiederverwendung steht in der Abfallhierarchie vor dem Recycling, da das Material ohne erneuten Aufbereitungsprozess im Einsatz bleibt.

Der Beitrag Umweltschutz im Alltag zeigt, wie Abfallvermeidung, Wiederverwendung und richtige Mülltrennung miteinander verbunden sind.

Saubere Papierwolle gehört meist zum Altpapier

Unbeschichtete und saubere Papierwolle kann in der Regel über die kommunale Altpapiersammlung entsorgt werden. Vorher müssen Fremdstoffe wie Kunststoffbänder, Folien, Metallklammern oder Dekoration entfernt werden.

Bei starken Verschmutzungen, Beschichtungen oder Materialkombinationen gelten möglicherweise andere Entsorgungswege. Da kommunale Vorgaben voneinander abweichen können, sind im Zweifelsfall die Hinweise des örtlichen Entsorgers maßgeblich. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass reine Papierverpackungen und beschichtete Verbundverpackungen unterschiedlich getrennt werden müssen.

Papierfüllmaterial als Alternative zu Kunststoff

Papierwolle kann Kunststofffüllstoffe ersetzen, sofern sie den notwendigen Schutz bietet. Damit werden langlebige Kunststoffpartikel in Verpackungen vermieden. Besonders lose Kunststoffchips können leicht verweht werden oder bei unsachgemäßer Entsorgung in die Umwelt gelangen.

Der interne Beitrag Mikroplastik und seine Auswirkungen erläutert, wie größere Kunststoffabfälle im Laufe der Zeit in kleinere Partikel zerfallen können. Die Wahl papierbasierter Füllmaterialien kann deshalb ein Baustein zur Verringerung unnötiger Kunststoffverpackungen sein.

Papier ist dennoch kein grenzenlos verfügbarer Rohstoff. Herstellung, Transport und Recycling benötigen Energie und Wasser. Ein Wechsel von Kunststoff zu Papier ist daher besonders überzeugend, wenn zugleich weniger Material eingesetzt, die Verpackungsgröße reduziert und Recyclingpapier bevorzugt wird.

Typische Fehler beim nachhaltigen Einkauf

Ein häufiger Fehler besteht darin, allein auf die Angabe „100 Prozent recycelbar“ zu vertrauen. Diese Formulierung beschreibt den möglichen Entsorgungsweg, nicht die Herkunft der Fasern. Papierwolle kann vollständig recycelbar sein und trotzdem aus neuen Holzfasern bestehen.

Ebenso wenig genügt ein FSC- oder PEFC-Hinweis als Nachweis für Recyclingpapier. Diese Zertifizierungen befassen sich vor allem mit der Herkunft von Holz beziehungsweise Fasern aus kontrollierter Waldwirtschaft. Der Blaue Engel stellt bei den entsprechenden Papierprodukten zusätzlich konkrete Anforderungen an Altpapiereinsatz und Herstellung. Die Siegel verfolgen damit unterschiedliche Schwerpunkte und sollten nicht gleichgesetzt werden. (Blauer Engel)

Mehr Material macht ein Geschenk nicht hochwertiger

Große Mengen Papierwolle erzeugen zwar Volumen, erhöhen aber den Materialverbrauch. Eine hochwertige Präsentation lässt sich oft durch eine passende Box, eine klare Anordnung und wenige gezielt gesetzte Papierstreifen erreichen.

Auch zusätzliche Folien, Glitzerpartikel oder Kunststoffschleifen können den ökologischen Vorteil der Papierwolle abschwächen. Monomaterialien sind meist leichter zu trennen und dem Recycling zuzuführen als aufwendig verbundene Dekorationen.

Ein Siegel ersetzt keine bedarfsgerechte Planung

Zertifizierte Papierwolle ist eine empfehlenswerte Wahl, wenn Füllmaterial tatsächlich benötigt wird. Noch besser kann eine Verpackung sein, die durch ihre Konstruktion ohne loses Füllmaterial auskommt.

Passgenaue Kartoneinsätze, kleinere Versandverpackungen und wiederverwendbare Behälter können den Materialeinsatz weiter reduzieren. Das Umweltzeichen hilft bei der Auswahl innerhalb einer Produktgruppe, beantwortet aber nicht die vorgelagerte Frage, ob und in welcher Menge das Produkt gebraucht wird.

Umweltbewusste Papierwolle verbindet Schutz und Kreislaufwirtschaft

Papierwolle erfüllt sowohl praktische als auch gestalterische Aufgaben. Sie polstert Produkte, füllt Kartons aus und wertet Geschenkverpackungen optisch auf. Ihre Umweltverträglichkeit hängt jedoch nicht allein davon ab, dass Papier als Grundmaterial dient.

Besonders empfehlenswert ist Papierwolle aus zertifiziertem Recyclingpapier, die sparsam eingesetzt, mehrfach genutzt und anschließend sauber getrennt wird. Das Umweltzeichen Blauer Engel bietet hierfür eine belastbare Orientierung, weil seine Vergabe an überprüfbare Anforderungen gebunden ist.

Ein prüfender Blick auf das konkrete Produkt bleibt dennoch notwendig. Das Logo muss eindeutig der angebotenen Papierwolle zugeordnet sein. Allgemeine Umweltaussagen des Herstellers, naturfarbene Verpackungen oder grüne Werbesymbole ersetzen die Zertifizierung nicht.

Ebenso wichtig ist die richtige Menge. Ein kleiner, passender Karton mit wenig Füllmaterial ist meist sinnvoller als eine große Verpackung, die trotz zertifizierter Papierwolle unnötig viel Raum und Material beansprucht. Produktschutz und Ressourcenschonung müssen gemeinsam betrachtet werden.

Recyclingpapier hält vorhandene Fasern im Kreislauf und senkt den Bedarf an neuen Holzfasern. Die sachgerechte Entsorgung sorgt dafür, dass dieser Vorteil nach der Nutzung nicht verloren geht. Saubere Papierwolle sollte deshalb von Folien, Bändern und anderen Fremdmaterialien getrennt werden.

Der Blaue Engel ist somit kein dekorativer Zusatz auf der Verpackung, sondern ein hilfreiches Auswahlmerkmal. Er erleichtert es, nachvollziehbare Produkte von vagen Umweltversprechen zu unterscheiden. In Verbindung mit einer sparsamen Verpackung, Wiederverwendung und korrekter Mülltrennung entsteht daraus eine überzeugende Lösung für Geschenke und Versandwaren.

Die wichtigsten Fragen

Was ist Papierwolle?

Papierwolle besteht aus schmalen, häufig gekräuselten oder gefalteten Papierstreifen. Sie wird zum Ausfüllen von Geschenkboxen und Versandkartons sowie zur dekorativen Präsentation von Produkten verwendet. Abhängig von Stärke und Verarbeitung kann sie Hohlräume füllen, Waren fixieren und einen gewissen Polsterschutz bieten.

Wie heißt das Umweltzeichen korrekt?

Die offizielle Bezeichnung lautet Blauer Engel. Die Formulierung „Blaue Engel“ ist als Suchbegriff verbreitet, bezeichnet das Umweltzeichen sprachlich jedoch nicht korrekt. Auf zertifizierten Produkten befindet sich das offizielle Logo mit einem Hinweis auf die jeweilige Produktgruppe oder Umwelteigenschaft.

Besteht Papierwolle mit dem Blauen Engel aus Altpapier?

Bei zertifizierten Fertigerzeugnissen aus Recyclingpapier stammen die Papierfasern gemäß den Vergabekriterien aus Altpapier. Entscheidend ist, dass die konkrete Papierwolle tatsächlich zertifiziert ist. Eine Auszeichnung eines anderen Produkts desselben Herstellers lässt sich nicht automatisch übertragen.

Ist jede Papierwolle umweltfreundlich?

Nein. Papierwolle kann aus Recyclingfasern oder neuen Holzfasern bestehen. Zudem unterscheiden sich Produkte hinsichtlich Färbung, Zusatzstoffen, Herstellung und Recyclingfähigkeit. Begriffe wie „natürlich“ oder „grün“ reichen für eine verlässliche Beurteilung nicht aus.

Was ist der Unterschied zwischen recycelt und recycelbar?

Recycelt bedeutet, dass bei der Herstellung bereits wiedergewonnenes Material eingesetzt wurde. Recycelbar beschreibt lediglich, dass das Produkt nach der Nutzung grundsätzlich wiederverwertet werden kann. Ein recycelbares Papierprodukt muss daher nicht zwangsläufig Altpapier enthalten.

Darf Papierwolle in die Papiertonne?

Saubere, trockene und unbeschichtete Papierwolle kann normalerweise über das Altpapier entsorgt werden. Kunststoffbänder, Folien, Metallteile und andere Fremdstoffe müssen entfernt werden. Bei beschichtetem oder stark verschmutztem Material gelten möglicherweise andere kommunale Vorgaben.

Kann Papierwolle mehrfach verwendet werden?

Saubere und unbeschädigte Papierwolle lässt sich häufig für weitere Geschenkverpackungen, Sendungen oder zur Aufbewahrung empfindlicher Gegenstände verwenden. Eine mehrfache Nutzung verlängert die Lebensdauer des Materials und vermeidet zusätzlichen Verbrauch.

Ist braune Papierwolle nachhaltiger als farbige?

Die Farbe allein erlaubt keine zuverlässige Bewertung. Braunes Material kann aus Recyclingpapier bestehen, muss es aber nicht. Farbige Papierwolle kann ebenfalls umweltverträglich hergestellt sein. Aussagekräftiger sind die Materialangaben, die verwendeten Farbstoffe und ein anerkanntes Umweltzeichen.

Ersetzt Papierwolle jede andere Polsterung?

Nicht in jedem Fall. Bei schweren, scharfkantigen oder besonders zerbrechlichen Produkten kann zusätzlich ein stabiler Kartoneinsatz oder ein anderes Schutzsystem erforderlich sein. Das Füllmaterial muss immer auf Gewicht, Empfindlichkeit, Transportweg und Verpackungsgröße abgestimmt werden.

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