Was ist Snus? Infos zur rauchfreien Nikotinalternative

was ist snus

Haben Sie schon von Snus gehört? Norwegen und Schweden nutzen diese besondere Nikotinalternative viel. Schon seit 1822 gibt es Snus, die Sorte Ljunglöfs Ettan ist die älteste. In Skandinavien ist Snus eine bekannte Alternative zu Zigaretten. Es gibt weniger Gesundheitsrisiken für die, die es nutzen. Aber was ist Snus und wie benutzt man es?

Schlüsselerkenntnisse:

  • Snus ist eine traditionelle, rauchfreie Nikotinalternative aus Skandinavien
  • Snus kann als loses Pulver oder in portionierte Beutelchen konsumiert werden
  • Im Vergleich zum Rauchen wird Snus als deutlich weniger gesundheitsschädlich eingestuft
  • Die Verwendung von Snus ist in der EU, außer in Schweden, verboten
  • Neuere Studien untersuchen die gesundheitlichen Auswirkungen und den möglichen Nutzen als Raucherentwöhnungshilfe

Was ist Snus?

Snus kommt aus Norwegen und Schweden und ist eine Art Oraltabak. Es ist dort sehr bekannt und hat eine lange Geschichte. Die erste Sorte, Ljunglöfs Ettan, gibt es seit 1822.

In Skandinavien, besonders Norwegen und Schweden, nutzen viele Leute Snus. Das kommt, weil es dort strenge Regeln für Zigaretten gibt.

Definition und Herkunft

Snus ist eine besondere Art von Oraltabak. Es ist eine rauchfreie Alternative, die lange in Skandinavien genutzt wird. Anfangs diente es als Tabakersatz, wegen seiner weniger riskanten Wirkung.

Rauchfreie Alternative zur Nikotinaufnahme

Snus bietet eine rauchfreie Art, Nikotin aufzunehmen. Das macht es in Skandinavien sehr beliebt. Viele sehen es als gesünder an als das Rauchen.

Herstellung von Snus

Bei der Produktion von Snus verwendet man meist luftgetrockneten Tabak. Dieser Tabak wird gemahlen und mit Wasser gemischt. Seit dem 19. Jahrhundert nutzt man ein Hitzebehandlungsverfahren, um den Tabak zu bearbeiten.

Diese Methode hilft, den Anteil von Nitrosaminen im Tabak niedrig zu halten.

Verwendete Tabaksorten

Für Snus wählt man spezielle Tabaksorten aus. Diese werden auf natürliche Weise getrocknet. Es gibt ein großes Angebot an heimischen und importierten Tabaksorten, für verschiedene Geschmacksrichtungen.

Wärmebehandlung statt Fermentierung

Bei Snus gibt es keinen Fermentationsprozess wie bei anderen Tabakprodukten. Der gemahlene Tabak wird erhitzt, um Nitrosamine weniger schädlich zu machen. Diese Methode heißt Wärmebehandlung.

Aromen und Zusatzstoffe

Nach der Erhitzung fügt man dem Snus Aromen und Zusatzstoffe hinzu. Diese machen den Snus schmackhaft und feucht. Man verwendet natürliche sowie künstliche Geschmacksstoffe.

Inhaltsstoffe von Snus

Snus ist eine traditionelle Art aus Skandinavien, Nikotin aufzunehmen. Es enthält Tabak, Wasser, Salz und Aromen. Der Tabak hat von Natur aus Nikotin, das den Hauptgenuss ausmacht.

Salze und pH-Wert

Salz im Snus hilft, den pH-Wert im Mund zu halten. Dieser Wert ist leicht basisch. So kann das Nikotin schneller durch die Schleimhaut ins Blut gelangen.

Snus wird in Schweden sehr genau kontrolliert, fast wie normale Lebensmittel. So müssen die Inhaltsstoffe auf der Packung stehen und es gibt ein Haltbarkeitsdatum.

Loser Snus vs. Portionierter Snus

Snus gibt es in zwei Formen: Loser Snus (Pulver) und portionierten Snus (Beutelchen). Loser Snus ist feuchtes Pulver in Dosen verpackt. Man muss es vor dem Nutzen selbst portionieren.

Portionierter Snus hingegen kommt in kleinen Beutelchen aus Zellulose. Diese gibt es in unterschiedlichen Größen. Es gibt auch „white“ (trocken) und „original“ (feucht).

KriteriumLoser SnusPortionierter Snus
VerpackungsformPulver in DosenBeutelchen aus Zellulose
KonsistenzFeuchtFeucht („original“) oder trocken („white“)
PortionierungMuss selbst portioniert werdenVorgefertigte Portionen
HandhabungErfordert ÜbungEinfach und unkompliziert

Beide Snusarten haben verschiedene Eigenschaften, die Vor- und Nachteile bringen. Es ist wichtig, diese abzuwägen.

Anwendung und Lagerung

Ein Portionssnus-Beutelchen platziert man hinter der Lippe. Es bleibt dort 15-30 Minuten liegen. Dann lässt die Wirkung nach.

Der Tabak gibt dann Geschmack und Nikotin frei. Dieses gelangt über die Mundschleimhaut ins Blut. Für losen Snus gibt es verschiedene Techniken, um die Portion richtig zu formen.

Kühle Lagerung empfohlen

Hersteller raten, Snus bei 7-8 Grad im Kühlschrank zu lagern. Eine kühle Lagerung erhält Geschmack und Qualität bestens.

Gesundheitsaspekte von Snus

Snus verbrennt den Tabak nicht wie Zigaretten, deshalb ist es weniger schädlich. Studien zeigen, dass Snus 90-95% weniger Risiko als Rauchen birgt. Es gilt als weitaus sicherer im Bezug auf Krebs und Herzprobleme.

Potenzielle Risiken und Nebenwirkungen

Dennoch hat Snus auch Risiken. Regelmäßiger Konsum kann zu Entzündungen im Mund führen. Manche entwickeln Leukoplakien, weiße Flecken in der Mundhöhle.

Tabakabhängigkeit kann ebenfalls bei regelmäßiger Nutzung entstehen. Anfangs kann Snus Schwindel oder Übelkeit verursachen.

Studien zu Snus

Manche Arbeiten haben Snus mit Bauchspeicheldrüsenkrebs verbunden. Es gibt aber unterschiedliche Ergebnisse zu diesem Thema.

Snus als Ausstiegshilfe vom Rauchen

Andere Untersuchungen sehen Snus als positiv. Sie sagen, dass Snus in Schweden hilft, mit dem Rauchen aufzuhören. In Schweden nutzen vor allem Männer Snus, um nicht mehr zu rauchen.

Snus im Leistungssport

Snus wird von der Welt-Anti-Doping-Agentur genau beobachtet. Grund dafür: In Sportkreisen wird es als leistungssteigernd angesehen. Untersuchungen zeigen, dass snus leistungssport durch schnellere Entscheidungen und bessere anaerobe Leistung beeinflusst.

Leistungssteigernde Wirkung

Der Gebrauch von snus kann Vorteile für Leistungssportler bringen. Er verbessert kognitive Fähigkeiten und Ausdauer. Studien bestätigen, dass leistungssteigerung durch Snus real ist. Dieses Mittel kann tatsächlich die sportliche Leistung verbessern.

Rechtliche Situation und Vertriebsverbote

In der EU, außer in Schweden, darf man keinen Snus verkaufen. Rauchfreie Nikotinprodukte haben eine andere Behandlung in der Schweiz.

EU-Richtlinie und nationales Recht

Snus zu verkaufen, ist in der EU, außer in Schweden, verboten. Dies gilt auch in Deutschland und Österreich, wegen deren Gesetzen. Bürger können Snus für sich besitzen, aber nicht öffentlich angeboten werden.

Situation in der Schweiz

Bis 2019 durfte man auch in der Schweiz keinen Snus verkaufen. Doch im Juni 2019 sagte das Bundesgericht, dass es ein Vertriebsverbot nicht mehr gibt. Seither kann man Snusprodukte in der Schweiz legal kaufen und nutzen.

Fazit

Snus ist in Skandinavien eine wichtige Alternative zum Rauchen, die ziemlich sicherer ist. Es birgt jedoch Gefahren wie Mundkrankheiten und Sucht. In den meisten EU-Ländern darf Snus nicht verkauft werden. Schweden ist eine Ausnahme, und in der Schweiz ist Snus nun auch erlaubt.

Viele Menschen in Skandinavien sehen Snus als interessante Rauchalternative. Es gilt als nicht so gefährlich wie Zigaretten. Dennoch gibt es starke Gesetze, die den Verkauf in Europa behindern. Dies macht es schwer, Snus zu bekommen.

Man braucht mehr Forschung über Snus für ein gutes Bild der Gesundheitsrisiken. Die Gesetze für Snus in Europa sollten auch überdacht werden. So könnten Nutzer besser über die Gefahren informiert werden.

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